Kommentare

Mögliches Tiefenlager für radioaktive Abfälle
In Politik
Walti Köng
07. März 2022
Liebe Wilma Vorab drei Dinge: Vielen Dank für Deinen Einsatz - auch für Dein Engagement bei diesem Forum. Immerhin sind es mit Dir nun satte vier Menschen, die sich hier äussern, Stand jetzt. Ich bin mit Dieter einer Meinung. Der Gemeindeschreiber haute nicht in eigener Regie in die Tasten. Entsprechend formulierte ich auch die Anreden. Offenbar hat, wie ich auch, Dieter nicht gewusst, dass die Debatten per Livestream verfolgt werden können. Hierzu meine Einschätzung: Die 163. Debatte vom 28. Januar dauerte über drei Stunden, abzüglich beinahe fünf Minuten - erst dann beginnt die Übertragung. Von Traktandum 26 bis 33 (Humusaufbau zur Speicherung von CO2 usw.) war für MITwirkung Stadel die Nummer 29 von Belang. Es sprachen insgesamt 32 Minuten lang, beginnend bei Stunde 1.11: FDP Stammheim SVP Marthalen SP Feuerthalen GLP Illnau-Effretikon SVP Küsnacht FDP Niederweningen Regierungsrat und Du: Die Suche nach der besten Lagerhaltung könne nicht nur an die Nagra delegiert werden, weil sie Partei sei und bleibe. Wir möchten alle die sicherste Lösung für die Abfälle. Dies nehme ich als eine Deiner Quinessenzen mit. Ist es möglich, liebe Wilma, dass Du Dieter und mir und allen anderen im Sinne eines wunderbaren Service etwas genauere Koordinaten angeben könntest inskünftig? Ich möchte nicht gerne mich proaktiv um die einzelnen Ratsdebatten-Taktandenpunkte kümmern müssen bei jeder Session. Tankä fillmah schon jetzt. Wir sehen uns morgen Dienstag ... Liebe Grüsse und beste Wünsche Walti
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Mögliches Tiefenlager für radioaktive Abfälle
In Politik
Walti Köng
20. Jan. 2022
Ich bleibe bei meiner Wahrnehmung, sehr geehrte Gemeinderätinnen und Gemeinderäte. Ihr Engagement ist – gelinde ausgedrückt – von mässiger Intensität. Ich kann viel zu wenig Aktives erkennen, ganz zu schweigen von Proaktivem. Vielleicht wurden Sie etwas eingelullt durch das weitgehend lethargische Verhalten von uns, der Stadler Bevölkerung. Lassen Sie mich Ihre Antwort hier mit weiteren Unterstellungen replizieren. Nummer Eins «Principiis obsta». Wehre den Anfängen, so die kämpferischen Worte des römischen Dichters Ovid. Bestimmt schloss er damit Stadel nicht aus. Will beispielsweise heissen, dass es falsch ist, bis zum ach so folgeträchtigen Standortentscheid zu warten mit Aufmucken beziehungsweise Aufbegehren. Was mit Begehren zu tun hat, weniger mit Begierde. Nämlich mit dem Drang und Bedürfnis, sich einzusetzen für die Einwohner von Stadel und den Nachbargemeinden. So wie Sie es geschrieben hatten. Allein, mir fehlt der Glaube. Ziemlich sehr. Zwei Es ist richtig und wichtig, dass die Gemeinde ihre Website «mit den Neuigkeiten zu diesen und anderen Themen immer auf den neuesten Stand» bringt. Bravo. Copy-and-paste von externen Fachberichten allerdings sollten eigene Informationen nicht gänzlich ausschliessen. Auch und vor allem bei englischen Texten nicht: Drei «Der Gemeinderat wird sich stark für die bestmögliche Lösung einsetzen. Dies nicht nur von „amteswegen“, sondern weil die einzelnen Mitglieder ebenfalls Einwohner dieser Gemeinde sind!» Auch dieser Ihr Wortlaut irritiert mich – ich versuche weiterhin, höflich zu sein. Wie verhält sich Ihr erwähnter Einsatzwille mit dem kürzlich in der Zeitung erschienen Bericht, wonach Stadel eine neutrale Haltung verfolgt? Vier Nun verliere ich die Contenance doch noch ein klitzeklein wenig. «Welche Möglichkeit/Strategie wird anlässlich einer Startsitzung im Februar 2022 erarbeitet und dazu laufend orientiert.», sind Ihre Worte. Meine Worte: Unsere gewählten Behördenmitglieder geben sich noch immer Zeit, Zeit zum Abwarten, Zeit, zu gegebener Zeit eine Strategie zu entwickeln! Es ist höchste Zeit, meine Damen und Herren. Böse Zungen würden behaupten, sie sähen die Gemeinderats-Wahlen am 27. März 2022 als Selbstläufer. Denn, dass Mann und Frau nicht einmal in dieser (Wahl-)Zeit überschwänglich in die Tasten haut …. Apropos: Fünf Meine zweitletzte Unterstellung. Kürzlich hat sich der Weiacher Gemeindepräsident mit seinem Leserbrief klar Position beziehend ziemlich exponiert als Antwort zu einem ZU-Artikel vom 31. Dezember mit dem Titel «Über 70 links-grüne Kantonsräte werfen Nagra Versäumnis vor». Selbst wenn dieser Herr auf Wahlkampf-Modus gewechselt hätte, er wedelt mit einer Flagge. Und was passiert in Stadel? Sechsmal im Jahr erscheint unser tolles Dorfblatt. Bis jetzt mit vernachlässigbar «vielen» Nagra-Beiträgen der Behörde. Und wenn doch einmal: Copy-and-paste lässt grüssen. Die Vermutung liegt nah, dass die Verantwortlichen ab und an Richtung Dorfblatt-Redaktion schielten und schielen: Schreib du doch bitte etwas, mir isch grad nöd drumm. Sechs Letzte Unterstellung. Interessenkonflikt. Bekanntlich zählt die Axpo zu den grössten Stromversorgern hierzulande. Sie liefert Strom aus Atomkraftwerken und so weiter. Der Kanton Zürich ist der grösste Aktionär mit 36,7 Prozent (Kanton 18,3 und seine Elektrizitätswerke EKZ 18,4 Prozent). Sie schreiben in Ihrer Antwort auf meine Anfrage gemäss § 17 Gemeindegesetz, dass Abgeltungen bei Infrastrukturanlagen von nationaler Bedeutung seien. Es würden circa 800 Millionen gesprochen werden, aufgeteilt auf die Infrastrukturgemeinden. Wie und in welcher Form sei noch unklar, Verhandlungen fänden ab Herbst 2022 statt. Und wieder sind wir beim Thema. Sollten Sie nicht proaktiv und vorausschauend vorbereitet sein, und wenigstens jetzt viel mehr tun, und uns entsprechend informieren? Der involvierte Regierungsrat, im Moment ist bekanntlich Herr Martin Neukom Vorsteher der Baudirektion, wird bestimmt keine grosse Hilfe sein. Das uns allenfalls zur Verfügung gestellte Geld läuft dem Gewinnstreben «seiner» Aktiengesellschaft zuwider. Einverstanden? Walti Köng 😎 Windlach, 20.01.2022 - 16.20h (Veröffentlichung hat auf Anhieb geklappt)
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Mögliches Tiefenlager für radioaktive Abfälle
In Politik
Walti Köng
17. Jan. 2022
Mitwirkung-Stadel / Nagra Per Zufall und aus der Zeitung erfahre ich, dass die an der letzten Gemeindeversammlung versprochene öffentliche Diskussionsplattform am 4. Januar 2022 aufgeschaltet wurde. Also, lasst uns das Forum Stadel zu Leben erwecken – mit vielen Informationen, Meinungen, Fragen. Ich beginne mit der Atommüll-Aufbewahrungssuche. Dass die Nagra beim Bohren wieder ein Messgerät definitiv verliert, kann passieren. Dass auch jüngst eine parlamentarische Behauptung auftaucht, wonach beim Bau eines geologischen Tiefenlagers hierzulande Tiefengrundwasser nicht mehr genutzt werden könne, ebenso. Und auch eher suboptimal geeignet für die laufende Entscheidungsfindung nach der geeigneten Standortregion schein mir die Tatsache, dass sich im Gebiet Bülach beziehungsweise Lägern Nord ein Korallenriff direkt über dem offenbar ach so geeigneten Opalinuston befindet. Die Zelle ist heiss - nicht nur Heiss ist für mich die sogenannte Heisse Zelle, Teil der Oberflächenanlage, ein oberirdisches Tor für den ewigen Untergrund. Heiss ist vor allem das Risiko. Denn hier wird umgeladen. Das hochradioaktive Material kommt von den an sich sicheren Castor-Behältern in ein anderes, kleineres für viele tausend Jahre geeignetes Behältnis. Seit rund 20 Jahren betreibt die Zwischenlager Würenlingen AG neben dem Gelände des Paul Scherrer Instituts ein provisorisches Depot, angeblich flugzeugabsturzsicher und erdbebenfest. Übrigens, der tödlichen Strahlendosis wegen werden in dem Gebäude sämtliche Arbeiten fernbedient ausgeführt. Auf Druck der Landesregierung musste die Nagra 2019 für die Heisse Zelle auch Standorte ausserhalb der Endlagerregionen prüfen. Notabene hatte sich auch das Weinland dafür stark gemacht, man stört sich am Landschaftsbild … Auch im 2019 haben sich der Landkreis Waldshut und andere deutsche Grenzgemeinden mit Bedenken und Sorgen ums Trinkwasser aus dem Grundwasserstrom des Rheins gemeldet. Risikovermeidung sähe für sie anders aus. Es bestehe keine Notwendigkeit, die Heisse Zelle am Rhein zu errichten. Sollte Stadel für diese nach mir äusserst anspruchsvolle – um es mal vornehm auszudrücken – Sache auf den Schild gehoben werden, hätten die fraglichen Transporte auf der Strasse zu erfolgen. Zu den Flugzeug-Immissionen auch noch dies. Grossartig. Wichtig, Diese Findungssuche ist ein Politikum. Wie wird unser Gemeinderat sich für die Stadler Bevölkerung einsetzen? Sind wir gespannt. Ich bin und bleibe skeptisch. Leider. Walti Köng Windlach, 11.01.2022 (Veröffentlicht nach gewissen Schwierigkeiten am 17. Januar)
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Walti Köng

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